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Heizkosten 2026: Heizöl wird um 24 Prozent teurer – so sparen Haushalte trotzdem

Während Heizöl und Holzpellets 2026 deutlich teurer werden, sinkt der Erdgaspreis leicht – und laut der Energieberatung co2online haben neun von zehn Haushalten noch ungenutztes Sparpotenzial.

Foto: geralt / Pixabay
Foto: geralt / Pixabay · Symbolbild, KI-erzeugt

Wer mit Heizöl oder Holzpellets heizt, muss sich im Winter 2026 auf spürbar höhere Kosten einstellen. Für eine 70-Quadratmeter-Wohnung steigen die Heizölkosten laut Prognose der Energieberatung co2online um 24 % auf 1.275 Euro im Jahr. Erdgas wird dagegen leicht günstiger.

Die Daten basieren auf dem Heizspiegel 2026, einer gemeinschaftlichen Erhebung von co2online, dem Deutschen Mieterbund sowie dem Bauherren-Schutzbund, welche am 22. September 2026 der Öffentlichkeit präsentiert wurde.

Er stützt sich auf zehntausende Heizkostenabrechnungen aus dem Jahr 2025 sowie eine Prognose für 2026. Die Werte stammen aus Deutschland, geben aber einen Anhaltspunkt dafür, wie sich die Energieträger auch hierzulande entwickeln könnten.

Wie stark steigen die Heizkosten 2026?

Für eine typische Wohneinheit mit 70 Quadratmetern in einem Mehrparteienhaus prognostiziert co2online für das Jahr 2026 die nachstehenden jährlichen Kosten sowie die jeweiligen Abweichungen zum Vorjahr:

  • Heizöl: 1.275 Euro, ein Anstieg von 24 % gegenüber dem Vorjahr.
  • Holzpellets: 860 Euro, ein Plus von 17 %.
  • Fernwärme: 1.310 Euro, bleibt gegenüber dem Vorjahr nahezu stabil.
  • Erdgas: 1.120 Euro, ein Rückgang von 4 %.

Bei Wärmepumpen liegen die Jahreskosten laut der Prognose bei 735 Euro, ein Plus von 3 % – damit bleiben sie mit Abstand der günstigste Energieträger. In einem größeren 130-Quadratmeter-Einfamilienhaus fallen die Steigerungen ähnlich aus: Heizöl verteuert sich hier um 28 %, Holzpellets um 23 %, während Erdgas leicht sinkt.

Woran liegt der Anstieg bei Öl und Pellets?

Als Grund für die Verteuerung bei Pellets nennt co2online eine Rohstoffknappheit infolge der schwachen Baukonjunktur. Bei Erdgas sind die Großhandelspreise zwar gestiegen, co2online rechnet aber erst Ende 2026 oder im Jahr 2027 mit einem spürbaren Kostenanstieg für Verbraucher.

Langfristig nennt die Beratungsgesellschaft steigende CO2-Kosten, höhere Netzentgelte sowie gesetzliche Beimischungen wie Biomethan, Wasserstoff oder Bio-Heizöl als Treiber weiterer Preissteigerungen. Den Prognosen zufolge droht den Verbrauchern bei der Nutzung von Öl- und Erdgassystemen bis zum Jahr 2045 eine potenzielle Verdopplung ihrer Ausgaben fürs Heizen.

Wie können Haushalte jetzt sparen?

Die Lage ist nicht aussichtslos: Nach Einschätzung von co2online verfügen rund 90 % aller Haushalte über ungenutztes Sparpotenzial bei den Heizkosten. Schon richtiges Heizen und Lüften sowie ein geringerer Warmwasserverbrauch können den Energieverbrauch nach dieser Einschätzung um bis zu 10 % senken.

Rechenbeispiel

Bei einer 70-Quadratmeter-Wohnung mit Ölheizung liegen die Jahreskosten 2026 bei 1.275 Euro. Wer durch richtiges Heizen, Lüften und weniger Warmwasserverbrauch die von co2online genannten 10 % einspart, zahlt rechnerisch rund 127,50 Euro weniger und kommt auf etwa 1.147,50 Euro im Jahr.

Bei einem 130-Quadratmeter-Einfamilienhaus mit Wärmepumpe liegen die laufenden Heizkosten von 2026 bis 2045 nach der Prognose insgesamt bei 24.500 Euro, umgerechnet also rund 1.289 Euro pro Jahr – deutlich weniger als bei Öl oder Gas.

Wer seine Heizung in den kommenden Jahren tauschen will, findet in Wärmepumpen langfristig die günstigste Option: co2online geht davon aus, dass sie auf lange Sicht die niedrigsten Heizkosten aller Energieträger aufweisen. Für Haushalte mit alter Öl- oder Gasheizung lohnt sich daher ein Blick auf die eigene Heizkostenabrechnung – und die Frage, ob sich einfache Spartipps oder ein Heizungstausch rechnen.

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