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Raketenangriff auf Kiew: 36 Geschosse legen Brücke und Stromnetz lahm
Nach dem Beschuss mit 36 Raketen sind in Kiew Strom, Fernwärme und Wasserversorgung gestört, die Stadt Tschernihiw ist vollständig ohne Strom.
Schäden an der Brücke
Der Angriff traf vor allem Energieanlagen im Umland von Kiew und im Gebiet Schytomyr, wie Klitschko berichtete. Die Kiewer Nordbrücke über dem Dnipro wurde beschädigt und musste vorläufig gesperrt werden. Dabei wurden laut Klitschko auch die Stromleitungen für die Oberleitungsbusse auf der Brücke abgerissen.
Folgen für Bewohner
In der nördlich von Kiew gelegenen Stadt Tschernihiw fiel der Strom vollständig aus. Nach ukrainischen Angaben erleben Millionen Menschen in der Ukraine durch die anhaltenden Angriffe auf die Energieversorgung stundenlange Stromsperren sowie Ausfälle bei Wasser und Heizung.
Die ukrainische Luftwaffe und militärnahe Beobachter nannten Wärmekraftwerke im Stadtgebiet von Kiew und südlich davon sowie ein Umspannwerk westlich der Hauptstadt als Ziele der jüngsten Angriffe.
Abwehr der Luftverteidigung
Nach eigenen Angaben der ukrainischen Luftverteidigung wurden vier ballistische Raketen sowie 149 von 172 anfliegenden russischen Kampfdrohnen abgefangen. Selenskyj hatte zuvor vor geplanten russischen Angriffen auf Energieanlagen und Brücken über den Dnipro gewarnt.
Russische Begründung
Das russische Verteidigungsministerium erklärte, die Nordbrücke werde auch für ukrainische Militärtransporte genutzt und sei deshalb ein Ziel gewesen. Laut russischen Angaben wurden außerdem eine Produktionsstätte des ukrainischen Marschflugkörpers Flamingo, das südlich von Kiew gelegene Kraftwerk Tripillja sowie ein Umspannwerk im Gebiet Schytomyr getroffen.
Gegenschläge in Russland
Die Ukraine führte nach eigenen Angaben Drohnen- und Raketenangriffe auf mehrere russische Regionen durch.
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