Firmengründungen in Wien auf Rekordhoch: Was das für den Arbeitsmarkt bedeutet
In Wien haben im vergangenen Jahr so viele Menschen ein Unternehmen gegründet wie seit 15 Jahren nicht mehr – mit spürbaren Folgen für den Arbeitsmarkt.

In Wien wurden 2023 insgesamt 9.483 Unternehmen neu gegründet, so viele wie seit 15 Jahren nicht mehr. Damit wuchs die Zahl der Neugründungen in Wien deutlich stärker als im österreichweiten Schnitt.
Das Plus von 4,7 % gegenüber dem Vorjahr lag über dem österreichweiten Wachstum von 3,3 %. Ein Viertel aller Neugründungen in Österreich entfällt auf die Bundeshauptstadt.
Wen der Gründerboom betrifft
Von den neuen Betrieben waren 82,4 % Ein-Personen-Unternehmen, nur 16 % starteten gleich mit mindestens einem angestellten Mitarbeiter. Nur in rund 1,5 von 100 Fällen begannen Betriebe gleich mit 10 bis 49 Beschäftigten. Das Durchschnittsalter der Wiener Gründer sank binnen zehn Jahren von 38 auf 36 Jahre, während es österreichweit nur von 39 auf 38 Jahre zurückging.
Am häufigsten wagten Menschen den Schritt in die Selbstständigkeit in folgenden Branchen:
- Gewerbe und Handwerk machten 35 % der Neugründungen aus.
- Information und Consulting kamen auf 25 %.
- Der Handel war mit knapp einem Viertel der Neugründungen vertreten.
Warum das für den Arbeitsmarkt zählt
Durch die Neugründungen entstanden im vergangenen Jahr direkt rund 16.800 neue Arbeitsplätze. Rechnet man indirekte Effekte mit ein, kommt man laut Clemens Schmidgruber auf einen gesamtwirtschaftlichen Beschäftigungseffekt von 22.000 Arbeitsplätzen.


