Iran-Konflikt: USA greifen erneut an, Trump spricht von geringfügigem Schlag
Das US-Militär hat am Freitag eine iranische Luftabwehranlage angegriffen, laut Präsident Trump war die Anlage binnen weniger Minuten ausgeschaltet.
Das US-Militär hat am Freitag eine iranische Luftabwehranlage im Gebiet Suza auf der Insel Qeschm angegriffen. Iranische Staatsmedien meldeten zwei Explosionen in dem betroffenen Gebiet.
Was passiert ist
Der Angriff vom Freitag war bereits die zweite US-Militäraktion gegen iranische Ziele binnen weniger Tage. Schon am Montag hatte das US-Militär Verteidigungsschläge auf den Inseln Qeshm und Hengam sowie im Festlandgebiet Bandar Abbas durchgeführt. Auslöser war, dass das Korps der Islamischen Revolutionsgarden zuvor auf ein US-Flugzeug gefeuert hatte.
Politischer Hintergrund
Trump hatte zuvor heftigere Angriffe auf den Iran in Aussicht gestellt und wollte damit offenbar bis nach den Zwischenwahlen warten. Die Republikanische Partei erlitt bei den Zwischenwahlen am Dienstag eine Niederlage.
Militärische Lage
Nach Angaben von US-Beamten waren iranische Luftabwehrsysteme größtenteils schon durch israelische Angriffe im Juni 2025 außer Gefecht gesetzt oder beschädigt worden. Nach ihrer Einschätzung versucht der Iran seitdem, zerstörte Anlagen und weitere militärische Infrastruktur schrittweise wieder aufzubauen.
Die betroffene Straße von Hormus gilt als entscheidend für den weltweiten Öltransport. Zusätzlich setzte das US-Zentralkommando eine Prämie von bis zu 20 Millionen US-Dollar für Informationen rund um das iranische Atomprogramm aus.
Wie es weitergeht
Trump äußerte während des Wahlkampfs regelmäßig, ein baldiges Abkommen mit dem Iran sei möglich, deutete zugleich aber auch eine Wiederaufnahme von Angriffen an. Über Truth Social ließ er wissen, eine Einigung liege im Bereich des Möglichen und Teheran strebe eine rasche Lösung an. Im weiteren Verlauf merkte Trump an, dass im Iran weiterhin einige Stellen verblieben, denen man sich noch widmen müsse.
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